Rathjen übernimmt Verantwortung

Flemming Rathjen

Scheessel - Es war zwar keine Sensation, die den Basketballern der BG ’89 Hurricanes gelungen ist, aber eine dicke Überraschung. Das bisherige Schlusslicht der nach dem Rückzug der Weser Baskets II verbliebenen Teams gewann beim Oberliga-Hinrundenmeister TV Delmenhorst mit 75:68 (31:30). Coach Sebastian Roy atmete auf: „Wir stehen auf keinem Abstiegsplatz mehr.“

Dabei waren die Hurricanes personell ziemlich gebeutelt angereist. Die Routiniers Jörn Thoden (privat verhindert) und Florian Birk (Muskelverletzung) waren nicht dabei. Zudem fuhren Tom Reinhard (erkältet) und John Fröhlich (Knieprobleme) angeschlagen mit. So war die Last nur auf wenige Schultern verteilt, aber vor allem die Nachwuchskräfte überzeugten. Allen voran Flemming Rathjen, dem 18 Punkte gelangen und der damit bester Werfer der Hurricanes war. Auch Rudolf Reder, der in die Starting-Five rückte, wusste mit fünf wichtigen Punkten zu überzeugen. „Er hat es auch sehr gut gemacht“, lobte Roy.

Vor allem war die Defense der Schlüssel zum Erfolg. Immerhin war Delmenhorst als bestes Dreier-Team der Liga in die Begegnung gegangen. Nach Abpfiff waren aber nur vier Erfolge von außen im Spielbericht vermerkt. „Wir waren im Kopf wach. Allgemein haben wir endlich mal vieles richtig gemacht“, meinte 17-Punkte-Mann Hauke Sievers. Coach Roy ergänzte: „Wir haben ihnen die Stärke gut genommen.“ So kam es, dass die Hurricanes als Außenseiter einen guten Start erwischten und sich das erste Viertel mit einem 11:0-Run mit 21:10 sicherten. „Bei Delmenhorst hat irgendwie am Anfang die nötige Spannung gefehlt“, beobachtete Roy. Allerdings kamen die Hausherren bis zur Halbzeit wieder auf 30:31 heran.

Im dritten Viertel riss dann Rathjen das Spiel an sich und erzielte auf Seiten der Hurricanes zehn Punkte in Folge. Damit war er entscheidend daran beteiligt, dass die Gäste mit einer 50:47-Führung in die letzten zehn Minuten gingen. Die Partie entwickelte sich zu einem Krimi. Eine Minute vor Schluss ging Delmenhorst das erste Mal in Führung (68:67). Allerdings trafen danach nur noch die Hurricanes und sicherten sich den Sieg mit einem 7:0-Run in den letzten 60 Sekunden. „Wir haben – wie für uns üblich – auch einige Bälle weggeworfen, waren aber am Ende sehr nervenstark“, so Hauke Sievers. - vw

Rotenburger Kreiszeitung

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